Wander - Freunde



Im Frühjahr und Herbst führen wir eine organisierte Tageswanderung im Hinterland der Costa-Blanca durch.

Info: Hans Schwendener, Pego, Tel. 965 570 098 +
Roland Hostettler, Oliva Nova, Tel. 962 587 698


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Inhaltsverzeichnis dieser Seite:

  1. Eindrücke, Fotos von Wanderungen

  2. Wander-Vorschläge/Tipps:

  3. Links

Herbst-Wanderung, im Vall de Gallinera, am 16. Oktober 2008:

(Fotos: Hans Schwendener und Juan Vauthier)

mehr Fotos: hier


Frühlingswanderung auf der Bèrnia vom 24. April 2008

Regen verhinderte die Wanderung am ursprünglich angesetzten Datum. So trafen sich dann eine Woche später bei schönstem Sonnenschein 28 Personen bei den „les Cases de Bèrnia“. 12 davon begaben sich auf die leichtere Route, die über einen Bergsattel führend schliesslich bei den Ruinen einer alten Maurenfestung endete. Von da konnte dann diese Gruppe wieder auf dem gleichen Weg zum Ausgangspunkt zurückwandern und schon einmal ins Restaurant gehen.

Die Wagemutigeren, 16 an der Zahl und ein Hund noch dazu, riskierten die grössere Wanderung in der umgekehrten Richtung. 3 ½ Stunden Wanderzeit war vorgesehen. Leichten Weges ging es Richtung der Bèrnia-Quelle. Noch etwas Wasser aus der Quelle trinken und dann begann ein teilweise steiler Aufstieg bis hinauf zum Rand des eigentlichen Felsmassivs. Zeitweise musste man sogar etwas klettern, doch schliesslich gelangten auch die weniger geübten Berggänger zum Felsloch, das auf die andere Seite des Berges führte. Viele Durchkriechtechniken wurden nun feilgeboten, denn in der Mitte des Loches musste man eigentlich schon fast liegend sich fortbewegen. Aber auch das wurde von allen geschafft und so wurde dann ein erster Rasthalt eingeschaltet. Es galt Kräfte für den weiteren Weg zu sammeln. Eine herrliche Weitsicht Richtung Benidorm und Alicante lag vor uns allen. Walti Wehrli hatte sich beim Aufstieg den Oberschenkel gezerrt, wurde aber fachmännisch mit einer Binde für die Reststrecke einigermassen fit gemacht. Es war nun sehr heiss geworden an der Felswand unter der wir uns auf holperigem Weg in Richtung der Burgruine aufmachten. Jeder Schritt musste genau passen, denn von einem Wanderweg konnte man hier oben nicht mehr reden. Mancher hat sich bestimmt gewünscht, er wäre eine Gämse gewesen, weil die dieses Gelände mit den vielen Steinbrocken und Gebüschen geliebt hätte. Auf und ab ging es, dann noch über etliche Geröllhalden und zwischendurch war auch wieder Klettern angesagt. Ich habe dann noch einen argen Hungerast eingefangen und wurde mit Traubenzucker und Früchten so versorgt, dass es auch für mich weiterging, wenn auch nur mühsam. Super die Hilfsbereitschaft  und die Aufmunterungen der übrigen Bergflöhe. Auch Walti spürte diesen Support. So kamen wir schliesslich verspätet zur Ruine und nach einer kleinen Rast ging es endlich bergab in Richtung Ausgangpunkt. Ein Auto wurde uns dann noch entgegengeschickt und so konnten Walti und ich das letzte Stück Weg noch im "Besenwagen" zurücklegen, doch auch wir beide, wie alle anderen waren am Ende der ganzen Wanderung glücklich über das Geleistete. Wichtig waren das Zusammengehörigkeitsgefühl und die tolle Kameradschaft an diesem Tag. Danke vielmals an Hans Schwendener und Roland Hostettler, dass sie immer zur Stelle waren, wenn etwas mal nicht so rund lief und dass sie uns alle wohlbehalten an den Ausgangpunkt zurückbrachten und natürlich auch an Dora Hostettler, die sich im gefährlichen Gelände als geschickte 4x4-Fahrerin entpuppte.. Es war trotz der argen Plackerei schliesslich ein wunderschöner Tag und die Strapazen waren schnell einmal vergessen.

Wir nahmen dann noch im Bergrestaurant „Bon Vent“ gemeinsam ein Mittagessen ein, das zu wahrlich spanischer Zeit! Rosalba hat das glänzend organisiert und vorher auch für die Wanderer der leichteren Route gesorgt und verdient somit auch unser aller Dank. Beim gemütlichen Zusammensitzen waren alle schon wieder munter und auch bereits zu Scherzen aufgelegt und sicher hat ein jeder seine eigenen Eindrücke mit Genugtuung mit nach Hause genommen.

Auf ein nächstes Mal!       Werner Staub    

(Fotos Werner Staub)


Herbstwanderung am 2. November 2007 im Vall d'Ebo

Nach lang anhaltenden und gewaltigen Regengüssen, wie seit 50 Jahren nie mehr, kündigt sich unser Verschiebungsdatum vom 2. Nov. als strahlender und sonniger Tag an.  

Schon die Fahrt auf der gut ausgebauten Strasse von Pego her ins Vall d’Ebo ist ein Erlebnis. Auf der kurvenreichen Bergstrasse  geniessen wir eine herrliche Sicht auf die Stadt Pego, auf die  grossen Reisfelder die mit Wasser überflutet ruhig daliegen und die Küste, die von der Sonne beschienen, hell erstrahlt. Welch herrlicher Tag kündigt sich an. 

Pünktlich um 9.30 Uhr trifft sich die Gruppe A beim vereinbarten Treffpunkt am Dorfeingang Vall d’Ebo. Das Bergdorf liegt in einer Talsenke und wird ringsum von  Bergen geschützt.

Der Himmel hier oben ist leider verhange, die Sonne ist verschwunden und es ist kalt. So holen wir alle unsere Reservejacken und Pullis aus dem Rucksack um uns vor der Kälte zu schützen.

Auch hier oben haben die starken Regenfälle arg zugesetzt, Wege und Brücken  wurden weggerissen und im sonst trockenen Flusslauf  fliesst nach Jahren, wieder mal viel Wasser.

Roland Hostettler erweist sich als guter Leiter, hat er doch die Strecke kurz vorher nochmals rekognosziert um uns dann sicher über den  Fluss zu bringen.  

Erst führt uns der Weg in der Talsohle, dem Fluss entlang. Es wird geplaudert und über dieses und jenes diskutiert, aber bald folgen wir einem schmalen Pfad der sich langsam ansteigend den Berg hoch schlängelt. Allmählich verstummen alle und nur noch unser Schnaufen ist zu vernehmen.

Durch das Laufen erwärmen sich unsere Glieder wieder, das gibt uns die ersehnte Gelegenheit kurz zu verschnaufen, auf unsere bereits zurückgelegte Strecke ins Tal zu blicken und unsere Jacken wieder im Rucksack zu verstauen.

Wir überqueren die geteerte Strasse auf der wir am Morgen mit dem Auto gekommen sind und steigen weiter auf unserem steilen Pfad bergwärts. Nach fast einer Stunde erreichen wir oben auf der Krete die Naturstrasse die zum „Refugi Figuereta“ führt.

Die Gruppe B, die oben losmarschiert ist, geht uns etwas voraus, wir hören nur in der Ferne das angeregte Reden das aber auch aus der Ferne eindeutig als „Schwyzerdütsch“ zu erkennen ist.

Plötzlich sehen wir links in den Felsblöcken zwei Männer die sich in der Felswand abseilen. Ist das eine Kletterwand zum üben? Diese Frage wollen wir abklären und steigen über grosse Felsbrocken zu dieser Wand hin. Vor uns öffnet sich ein 140 m tiefer, kreisrunder und überhängender  Krater. So wie der spanische Kletterer uns  erklärt, gibt es in der Tiefe eine Höhle mit einem See. Das ist der „Barranc de l’Infern“, die Höllenschlucht. Beeindruckt durch dieses gewaltige Naturwunder kehren wir zurück auf unsere Wanderroute.

Leise fängt es an zu regnen; ja wo habe ich denn meinen Regenschutz denkt manch Einer, hat doch der Tag an der Küste lauter Sonnenschein versprochen.

Bald erreichen wir, teilweise nass wie eine Kirchenmaus, die Wanderhütte „Refugi Figuereta“ wo die Gruppe B bereits auf uns wartet. Unter Dach können wir uns auf trockene Bänke setzen, unseren Durst löschen und wenn nötig, was Kleines essen.

Gestärkt geht's gemeinsam weiter, die Regenwolken haben sich in der Zwischenzeit verzogen. Der Weg ist wieder schmal und die Steine durch den Regen glitschig nass. Durch meterhohes wildes und stacheliges Gebüsch führt unser Weg durch eine unberührte Landschaft wieder bergan.

Von unten den Berg hoch zu blicken ist herrlich, im grünen Gebüsch steigen, rote, gelbe, blaue, schwarze, grüne und bunte Wanderjacken langsam den Weg hinauf, schön Einer hinter dem Anderen.

Bald schon kommen wir an eine Kreuzung wo uns nun drei verschiedene Varianten  angeboten werden.

  1. die Gipfelstürmer steigen vor dem Abstieg erst noch auf den hohen Berggipfel.
  2. die halb Tüchtigen nehmen gleich den Abstieg in Angriff.
  3. die Knie- und Fusskranken nehmen den Weg wieder zurück auf die Krete und fahren mit dem Auto den Berg runter.

Treffpunkt für alle ist das Restaurant "L’Entra" in Vall d’Ebo bei Santiago und Pepita 

Bei der 2. Gruppe schliesse ich mich an und so geht für uns schon bald der Weg bergab, zurück zum Ausgangspunkt.

Der Himmel ist noch immer verhangen, die Sonne ist wieder dort wo sie schon fast den ganzen Oktober war und trotzdem ist der Ausblick über das Tal vom Vall d’Ebo eindrücklich. Das Dorf liegt eingebettet und ruhig in einer fast unberührten Naturlandschaft.

Nur auf der gegenüberliegenden Bergseite zieht sich, wie eine hässliche Narbe in der Natur, eine Strasse den ganzen Hang hoch. Da wird wieder mal ein unberührter Berghang urbanisiert und es sollen 40 Häusereinheiten  gebaut werden. Wer kauft sich hier oben, in dieser Abgeschiedenheit, ein Haus? Das fragen wir uns alle. 

Der Weg ist recht steil und langsam kommen wir dem Dorf näher. Bald schon wandern wir durch die ersten Häuser und auf einer richtigen Strasse geht es unserem Ziel zu. Die vergangenen Regenfälle haben auch hier metertiefe Schluchten neben der Strasse ausgespült und  teilweise den Asphalt und die Strasse total beschädigt. 

Im Rest. "L’Entra" treffen nach und nach die drei Gruppen ein. Alle sind glücklich und zufrieden, ja fast stolz über die erbrachte Leistung.

Als Krönung dieses Tages geniessen wir bei Santiago und Pepita die reichhaltigen Tapas, das schmackhafte Essen und ein gutes Glas Vino de la casa.

Den Organisatoren herzlichen Dank und wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Wanderung.

 Margaritha Brunner

(Fotos: EF + HS)

 


1. Eindrücke, Fotos von Wanderungen:

Frühjahrswanderung auf den Cim de Oltá, Calpe, 19. April 2007

Wer kennt nicht die Autobahn Benissa Richtung Altea mit der beeindruckenden Schlucht vor dem Tunnel durch die mächtige Bernia Gebirgsgruppe, die sich rechterhand auftürmt. Was für ein „Hügelchen“ baut sich jedoch linkerhand auf?

Dieses nennt sich stolz Cim de Oltà,  entpuppte sich als recht anspruchsvolles Wandergebiet und forderte der kleinen Gipfelstürmergruppe einiges an Kondition und Schnauf ab. Aber alles der Reihe nach.

Nach mehreren verregneten Wochen und bei einer eher unsicheren Wetterlage lief das Telefon von Hans frühmorgens heiss. Schlussendlich liessen sich doch 24 Teilnehmer samt dem wandererprobten Hund Cäsar für die Durchführung des Ausfluges überzeugen.

In zwei Gruppen wurde der Berg in Angriff genommen.  Die grössere Schar Geniesser folgte plaudernd Muriel rund um den Berg im Gegenuhrzeigersinn. Die ehrgeizigen Gipfelstürmer wählten vorerst den gleichen Weg im rascheren Tempo, wobei sich Cäsar samt Herrin schlauerweise nach einer Weile zu den Geniessern zurückfallen liess.

Die Sicht etwa 300 m oberhalb der erwähnten Schlucht, mit viel besserer Perspektive als von der Autobahn aus, liess die Struktur des Gebietes bestens  erkennen. Wie auf einem riesigen Karussell sah man über die benachbarten Hügel hinaus vorerst Altea und Benidorm, später Calpe mit dem Peñon de Ifach und weiter den Montgo.

Das Wetter spielte jetzt mit „Grand bleu“ mit und die vielen vergangenen Regentage hatten die bunte Flora kräftig wachsen lassen. Jedoch auch die stacheligen Büsche, durch welche sich teilweise der Pfad eng durchschlängelte. Diese bedachten uns mit unerwünschten Streicheleinheiten, der Ruf nach einem Buschmesser wurde zeitweilig laut.

Währendem sich die Geniessergruppe brav unterhalb der kranzförmigen und schroffen Felsformation hielt, suchten die Gipfelstürmer durch eine Lücke den Weg nach Oben. Mehr Opfer, als eine durch das spanische Klima verursachte losgelöste Schuhsohle, forderte der Aufstieg zum Cim jedoch nicht.

Dort lässt die Rundsicht das ganze Gebiet der Costa Blanca nord sehr gut erkennen.

Vor allem auch die ungezügelte Bauwut, die leider praktisch überall ihre hässlichen Spuren hinterlassen hat.

Schlussendlich traf man sich wieder zum gemütlichen Picknick bei der Kapelle Vella.

Dieser saubere, mit Tischen und Bänken, Wasser und Toiletten ausgerüstete Platz ist wirklich empfehlenswert und eignet sich auch für einen  Kurzausflug (20 min.) mit garantierter toller Aussicht auf Calpe und den Peñon.

Im jetzt willkommenen Schatten der Bäume genossen wir das Zusammensein längere Zeit, bevor wir wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrten.

Roland Hostettler

(Fotos: Hans Schwendener)


2. Wander-Tipps:

    Leichte Wanderungen für jedermann/frau:


3. Links:     (unterstrichene Links anklicken, Browser ladet automatisch)